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Wasserschaden gleich Versicherungsschaden?



Sehr oft gibt es Wasserschäden, von denen der Mieter / Inhaber nicht weiß, ob es sich um versicherte Schäden handelt. Dies zu bestimmen ist nicht immer so einfach. Hier eine kleine Grundlage, die jeder wissen sollte:

Gibt es einen Wasserschaden, so ist der in den meisten Fällen versichert, doch oft leider auch nicht! 


Es verhält sich wie folgt, sofern es zu einem "bestimmungswidrigen Austritt von Leitungswasser" kommt:

Bei einem bestimmungswidrigen Austritt von Leitungswasser zahlt die Versicherung den Schaden! Dazu benötigt man zwei Versicherungen:

  1. Schäden am Gebäude zahlt die Gebäudeversicherung des Inhabers (ggf. Hausverwaltung) des Hauses. Diese Versicherung hat der Inhaber des Hauses. Eine Pflicht dazu besteht aber nicht mehr.
  2. Schäden am Mobiliar, Hotelrechnung (da die Wohnung evtl. unbewohnbar ist) zahlt NUR DIE HAUSRATVERSICHERUNG DES BEWOHNERS!!! Es ist ein Irrglaube, dass die Gebäudeversicherung den Schaden an Ihren Möbeln zahlt. Die Hotelrechnung, Möbel etc. zahlt nur die HAUSRATVERSICHERUNG des Mieters! Hat der Mieter keine, bekommt er nichts - nicht mal das Hotel für die Notunterkunft, denn auch dies finanziert die Hausratversicherung!


 

Was genau ist ein "bestimmungswidriger Austritt von Leitungswasser"?


Dieser Begriff muss erfüllt sein, damit die Gebäudeversicherung den Schaden auch übernimmt. Übersetzt bedeutet dies folgendes:

Wenn Wasser gegen den Willen des Versicherungsnehmers an nicht vorgesehenen Stellen austritt, ist es bestimmungswidrig ausgetretenes Leitungswasser.

Hier spielt es keine Rolle, ob dieses aus der defekten Duschwanne, einer defekten Zu- oder Abwasserleitung, einem defekten Heizkörper oder einer Leitung der Heizung, der Fußbodenheizung etc. pp. austritt.

Wenn der Schaden also unbeabsichtigt geschieht, ist dieser in der Regel versichert!

Es muss theoretisch nicht einmal nur Leitungswasser sein. Es kann sich auch um Kühlmittel, Öle oder sonstige Flüssigkeiten jeglicher Art handeln, da diese dem Leitungswasser gleichgestellt sind.

Selbst, wenn man mit Hilfe eines Gartenschlauchs in der Wohnung das Aquarium auffüllt und dieser dann platzt, ist dies ein bestimmungswidrig austretendes Leitungswasser und somit versichert. Selbes bei Schläuchen von der Spül- oder Waschmaschine und auch bei Materialverschleiß oder Ermüdung!


So gehören theoretisch auch das Wasserbett und Aquarium dazu, wobei hier meist die Hausratversicherung des Mieters zur Leistung herangezogen wird.



Rückstau:

Erst im Jahr 2018 hatten wir einen Großschaden in Koblenz. Nach langer und sehr komplizierter Suche des Lecks fanden wir dieses u.a. durch den Einsatz spezieller Drohnentechnik. Es handelte sich um einen Rückstau aus dem Kanal, da dieser durch Wurzelbewuchs von Bäumen abgedichtet war. Hier wurde zwar zuerst die Gebäudeversicherung angegangen, dann aber die Versicherung des Inhabers des Baumes in Regress genommen!


So oder so - wenn ein Wasserschaden vorliegt, sollte sich diesen ein Profi, der dann Aussagen treffen kann, ob er versichert ist und welche Versicherung zuständig ist, ansehen.



DRINGENDE EMPFHELUNG AN ALLE MIETER:

Eine Hausratversicherung ist unabdingbar und eine der wichtigsten Versicherungen! Diese kostet nur kleines Geld, leistet jedoch Großes.


Fortsetzung folgt!


(C) Michael Marx

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