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Wasserschaden durch einen Handwerkerfehler



Vorab bereits ein Beispiel einer fehlerhaft angeschlossenen Duschwanne:


25.02.2020

Hier folgt ein aktueller Fall bei uns - Großschaden durch falsch angeschlossene Duschwanne eines Handwerkers:


Besonders großen Ärger bereitet ein schwerer Wasserschaden in einem Neubau - hier sind oft erhebliche Rückbauten erforderlich, wie aktuell passiert:

Ein Handwerker - Fachbetrieb hatte in einem Neubau 2 Duschwannen unsachgemäß angeschlossen. Es kam bei beiden zu einem Wasseraustritt, wenn die Mieter im 1. Stock die Dusche in Betrieb hatten. Da es nur Haarrisse waren, trat das Wasser langsam und in geringen Mengen aus. So kam es dazu, dass erst ein Jahr später aufgefallen ist, dass hier etwas nicht stimmt. Der Inhaber wandte sich an die Gebäudeversicherung und diese beauftragte uns mit der Leckortung und einem Gutachten zu dem Schaden.

Schnell war die Duschwanne als Ursache ausfindig gemacht, doch der Schaden war groß. Im Erdgeschoss kam das Wasser im Schlafzimmer hinter einer Schrankwand an. Dort bildete sich auf einigen m² Schwarzschimmel und die beiden Senioren, beide im gehobenen Alter, die die Wohnung bewohnten, klagten über Erkrankungen. Diese musste ich sofort aus der Wohnung ausquartieren und meldete den Schaden bei der Hausratversicherung. Diese übernahm dann die Kosten einer Ferienwohnung, da die Wohnung für längere Zeit unbewohnbar und somit eine Ferienwohnung (mit Küche) erforderlich war.

Nachdem dann eine zweite Duschwanne mit demselben Fehler ausgemacht wurde, mussten zwei Appartements im 1. Stock von den Mietern ebenfalls verlassen werden. Dieses a) wegen Schwarzschimmel und b) wegen Rückbauarbeiten, wobei die Badezimmer komplett zurück gebaut werden mussten. Durch die Trocknung war zudem eine Temperatur von 42 Grad in den einzelnen Wohnungen.

Ein weiterer Gutachter kam hinzu, was bei Schäden in diesen Größen üblich ist. Er bestätigte unser Gutachten durchweg und ebenso die geschätzte Schadenssumme, welche er sogar noch höher ansetzte.

Inzwischen wurde der Handwerker dann zu einem Ortstermin eingeladen, wo er die Ursache genau sehen konnte. Danach ist es dann wohl an seine Betriebshaftpflicht gegangen, die abermals einen Gutachter beauftragte.

Der Immobilienbesitzer hatte jedoch Glück im Unglück. Dadurch, dass die Gebäudeversicherung den Schaden angenommen hatte, bekam er alles zum Neuwert erstattet. Die Versicherung eines Handwerkers zahlte, wie bei Haftpflicht üblich, nur den Zeitwert. Da es sich hier jedoch um einen Neubau handelt, dürfte dies in diesem Fall so oder so keine Rolle spielen.


Fortsetzung folgt!

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